Datenblatt oder Zulassungsbescheinigung für 1990er Hawk und Drosselsätze.

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    • Datenblatt oder Zulassungsbescheinigung für 1990er Hawk und Drosselsätze.

      Hallo, liebe Hawk Community.

      Mein an sich sehr guter TÜV Mann tut sich schwer mit der Datenerfassung meiner frisch aus USA importierten 1990er Hawk.

      Es gab verschiedene Leistungsstufen, je nach Baujahr und er kann sie nicht richtig zuordnen. Ich denke sie hat 42KW.

      Es wäre super hilfreich wenn jemand der eine offene 1990er Modell Hawk fährt mal seine Zulassungsbescheinigung posten könnte.
      Evtl. hat jemand von euch auch noch eine Kopie eines Datenblattes das er mal bekommen hat.


      2te Frage: Wer weiß wo es einen 48 PS oder zur Not auch 34PS Drosselsatz gibt?

      Ich kenne 3PPP mit 48PS. Der hat zwar ein passendes Gutachten geschickt, aber ist nicht in der Lage ein passendes Bauteil zu liefern oder sich um die Problembehebung zu kümmern.
      Das geschickte Teil sah ganz anders aus als auf der Zeichnung im Gutachten und in seinem Video. Er konnte nur das Geld zurückerstatten. Schwach!

      Alphatechnik hat einen 34 PS Drosselsatz, beschränkt die Verwendung aber ausdrücklich auf ab Bj 1991.


      Für eure Hilfe wäre ich super dankbar.
    • Hallo wolnic,

      die unterschiedlichen Leistungsstufen kommen nur durch abweichende Gutachten der Importeure. Honda gibt die Hawk generell mit 42kW an. Bei meiner mit EZ9/91 (BJ 89!) die von Weber importiert wurde sind 37kW eingetragen..

      Vielleicht kann hier jemand mit mehr Wissen die einzelnen Baujahre etwas charakterisieren, ich glaube die 88er hatte etwas andere Gabelöl oder so und ab ca. 91 hat der Motor die innenliegenden Ölleitungen. Leistungstechnisch hat sich aber nichts geändert.

      Les dich mal hier durch Leistungsänderung von 27 ps auf so ca. 50 *ggggggggggg*
      Wenn du ganz nett fragst schickt MichaelF dir vielleicht eine Kopie des 120€ Datenblatt dass er von Honda für sein Vorhaben sich besorgt hat.

      Im Anhang mal der relevante Ausschnitt deralten Zulassungsbescheinugung den ich habe.

      Grüße, Magnus
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      The post was edited 1 time, last by Magnus ().

    • Die Hawk wurde von 88 bis 90 / 91 gebaut.

      das erkennt man an der Fahrgestellnummer, das wurde hier , oder im alten Forum mal beschrieben , J K L M sind glaube die Jahresbuchstaben.

      in D sie die meisten an 91 zugelassen.

      habe gerade eine 89er , EZ 91 in Deutschland mit Alpha Technik auf 34 ps gedrosselt für meinen Sohn.

      kann dir Brief von einer 50 PS und einen von einer 60 PS scannen wenn du magst.

      man den Motoren wurde in der ganzen Zeit nix geändert , sind alle gleich (außer California Modell mit Abgasrückführung)


      Schau auch mal in den Beitrag von Michael der seine Hawk entdrosseln will, da findest du Adressen von ehemaligen Importeuren.
      Gruß Dirk :cursing:
    • Magnus wrote:

      Hallo wolnic,

      die unterschiedlichen Leistungsstufen kommen nur durch abweichende Gutachten der Importeure. Honda gibt die Hawk generell mit 42kW an. Bei meiner mit EZ9/91 (BJ 89!) die von Weber importiert wurde sind 37kW eingetragen..

      Vielleicht kann hier jemand mit mehr Wissen die einzelnen Baujahre etwas charakterisieren, ich glaube die 88er hatte etwas andere Gabelöl oder so und ab ca. 91 hat der Motor die innenliegenden Ölleitungen. Leistungstechnisch hat sich aber nichts geändert.

      Les dich mal hier durch Leistungsänderung von 27 ps auf so ca. 50 *ggggggggggg*
      Wenn du ganz nett fragst schickt MichaelF dir vielleicht eine Kopie des 120€ Datenblatt dass er von Honda für sein Vorhaben sich besorgt hat.

      Im Anhang mal der relevante Ausschnitt deralten Zulassungsbescheinugung den ich habe.

      Grüße, Magnus

      "Wenn du ganz nett fragst schickt MichaelF dir vielleicht eine Kopie des
      120€ Datenblatt dass er von Honda für sein Vorhaben sich besorgt hat."

      Klar - kein Problem! Meine Hawk ist allerdings auch Modelljahr 1989, Erstzulassung April 1991...
    • Hallo MichaelF,

      das wäre super und eine Kostenbeteiligung biete ich dir gerne an wenn es hilft.
      Mein TÜV´ler ist normal wirklich super willig und unkompliziert und braucht eigentlich nur die Leistung.
      Das ist mein Hawk-Wiedereinstieg nach 25Jahren Pause. Hatte damals 1991-94 4 Stück hintereinander.
      Immer wieder gedacht ich brauche was größeres und schnelleres. Also verkauft. Dann den Verkauf wieder bereut und wieder eine gekauft. Das ist dann jetzt die 5te die ich selber aus USA importiert habe.
      Das Gute setzt sich auf Dauer durch.

      Ich schau mal ob ich dir eine PN schicken kann.
    • So, kaum 7 Wochen später ist es vollbracht.
      Meine 2020 selbst aus USA importierte Hawk (MJ1990, nicht Kalifornien) ist mit 42KW eingetragen und zugelassen.
      Ich möchte mich bei euch herzlich bedanken für die erfahrene Unterstützung. Insbesondere Dank auch an MichaelF der mit Daten zur Leistung ausgeholfen hat. Alle anderen Daten konnte sich mein TÜV Prüfer aus seinen eigenen Recherchen zusammensuchen. Einzig bei der Leistung gibt es totalen Wildwuchs an Informationen und auch wirklich falsche Werte im Netz. (44KW bei 5600/min.....ist doch kein Diesel)

      Evtl. kann ja jemand mal die Daten einer frei importierten US Hawk gebrauchen, daher hänge ich sie hier gleich an.
      Ansonsten waren zur Zulassung folgende Umbauten erforderlich:
      -Seitenständer muß selbst einklappen, der Schleifgummi wird nicht mehr akzeptiert.
      -> temporär abgeschraubt, Schalter oder Zusatzfeder evtl. später mal.
      -Kennzeichenbeleuchtung und Reflektor hinten nachrüsten
      -> beides nur weil ich mit dem serienmäßigen Anbau nicht fahren will.
      Dafür habe ich eine fast unsichtbare minimalistische Lösung wenn es jemanden interessiert
      -Scheinwerfer vorne muß (seit einiger Zeit) ein E-Prüfzeichen haben. In "etwa Wirkung", wie bei allen anderen Laternen, reicht vorne nicht mehr aus!
      -> auch dafür habe ich etwas Einfaches entwickelt, Info auf Anfrage da nicht jugendfrei :)
      -rote Seitenreflektoren demontieren, wenn ihr welche habt.
      -Serienauspuff war kein Problem
      -Tacho hat Meilen und KM-Anzeige
      -Besonderheiten bei meiner sind die Reifengröße (siehe Conti-Freigaben) und die ProBrake Bremsleitungen.

      Das wars!

      Der Post ist etwas vom Thema abgewichen aber an der Drosselung arbeite ich noch. Nach den Erfahrungen von MichaelF wollte ich zunächst einmal Papiere mit der Originalleistung haben und dann erst die Drossel draufsetzen.
    • wolnic1 wrote:


      Ansonsten waren zur Zulassung folgende Umbauten erforderlich:
      -Seitenständer muß selbst einklappen, der Schleifgummi wird nicht mehr akzeptiert.
      -> temporär abgeschraubt, Schalter oder Zusatzfeder evtl. später mal.
      Bei meiner Hawk klappt der eh von selber ein, bei meiner Freundin ihrer nicht - und der Freundliche hat gerade ein neues Schleifgummi montiert.

      -Kennzeichenbeleuchtung und Reflektor hinten nachrüsten
      -> beides nur weil ich mit dem serienmäßigen Anbau nicht fahren will.
      Anbau? Unsere Hawks haben im Original-Rücklicht unten eine Klarsicht-Plastikscheibe so dass das Kennzeichen beleuchtet ist. Reflektor dann darunter.

      Dafür habe ich eine fast unsichtbare minimalistische Lösung wenn es jemanden interessiert
      Show Pics.

      -Scheinwerfer vorne muß (seit einiger Zeit) ein E-Prüfzeichen haben. In "etwa Wirkung", wie bei allen anderen Laternen, reicht vorne nicht mehr aus!
      -> auch dafür habe ich etwas Einfaches entwickelt, Info auf Anfrage da nicht jugendfrei :)
      Ich habe bei eBay ganz normale Rundscheinwerfer-Einsätze gekauft weil unsere Originalen im Laufe der Zeit blind geworden sind. Meine Freundin wollte einen mit Streuscheibe damit es möglichst original aussieht, ich habe mir einen mit Klarsichtglas gekauft. Ist deutlich heller - die Streuscheibe kostet echt Leuchtstärke und ist nicht mehr zu empfehlen.

      -Besonderheiten bei meiner sind die Reifengröße (siehe Conti-Freigaben)
      Also 160 statt 150 hinten?
    • wolnic1 wrote:

      So, kaum 7 Wochen später ist es vollbracht.
      Meine 2020 selbst aus USA importierte Hawk (MJ1990, nicht Kalifornien) ist mit 42KW eingetragen und zugelassen.
      Ich möchte mich bei euch herzlich bedanken für die erfahrene Unterstützung. Insbesondere Dank auch an MichaelF der mit Daten zur Leistung ausgeholfen hat. Alle anderen Daten konnte sich mein TÜV Prüfer aus seinen eigenen Recherchen zusammensuchen. Einzig bei der Leistung gibt es totalen Wildwuchs an Informationen und auch wirklich falsche Werte im Netz. (44KW bei 5600/min.....ist doch kein Diesel)

      Evtl. kann ja jemand mal die Daten einer frei importierten US Hawk gebrauchen, daher hänge ich sie hier gleich an.
      Ansonsten waren zur Zulassung folgende Umbauten erforderlich:
      -Seitenständer muß selbst einklappen, der Schleifgummi wird nicht mehr akzeptiert.
      -> temporär abgeschraubt, Schalter oder Zusatzfeder evtl. später mal.
      -Kennzeichenbeleuchtung und Reflektor hinten nachrüsten
      -> beides nur weil ich mit dem serienmäßigen Anbau nicht fahren will.
      Dafür habe ich eine fast unsichtbare minimalistische Lösung wenn es jemanden interessiert
      -Scheinwerfer vorne muß (seit einiger Zeit) ein E-Prüfzeichen haben. In "etwa Wirkung", wie bei allen anderen Laternen, reicht vorne nicht mehr aus!
      -> auch dafür habe ich etwas Einfaches entwickelt, Info auf Anfrage da nicht jugendfrei :)
      -rote Seitenreflektoren demontieren, wenn ihr welche habt.
      -Serienauspuff war kein Problem
      -Tacho hat Meilen und KM-Anzeige
      -Besonderheiten bei meiner sind die Reifengröße (siehe Conti-Freigaben) und die ProBrake Bremsleitungen.

      Das wars!

      Der Post ist etwas vom Thema abgewichen aber an der Drosselung arbeite ich noch. Nach den Erfahrungen von MichaelF wollte ich zunächst einmal Papiere mit der Originalleistung haben und dann erst die Drossel draufsetzen.
      Herzlichen Glückwunsch! Wurde kein Abgasgutachten verlangt? Das würde mich wundern, denn das war genau das, was mir alle (!) befragten Prüfstellen (2x GTÜ, 2x DEKRA, 1x TÜV-Nord...) als Voraussetzung für die Eintragung der "offenen" Leistung genannt hatten. Ein solches Gutachten habe ich dann von Zweirad Weber bekommen und damit letztlich auch die gewünschte Eintragung - obwohl, wie mein TÜV-Onkel ganz richtig bemerkt hat, in diesem Gutachten gar keine Leistungsangaben stehen...
      Dafür hat er sich aber noch eine Geräuschmessung gegönnt und mir dann ein Standgeräusch von 92 dB(A) eingetragen. Kann vielleicht hilfreich sein, wenn man mal in eine Kontrolle gerät und der Sheriff den BSM-Auspuff hinterfragt...
      Um eine Kennzeichenbeleuchtung muss ich mich auch noch kümmern - da werde ich wohl auch die Lösung mit dem klaren Plexiglas im Rücklicht zurückgreifen.
    • Sorry für die Verspätung, ich war im Urlaub.

      Kennzeichenbeleuchtung:
      Meine bisher 5 Hawks in 25 Jahren hatten immer ein geschlossenes Rücklichtgehäuse.
      Früher habe ich auch einfach ein Loch von 8x1cm in die Unterseite des Rücklichtgehäuses gedremelt und dann klares Plexiglas wieder wasserdicht mit der Heißklebepistole eingeklebt. Funktioniert, ist im Standlicht aber eher zu dunkel und beim Bremsen dafür um so heller.

      Besser ist es vom Louis diese LED-Kennzeichenbeleuchtung zu holen und auf den Boden des Rücklichtgehäuses zu kleben. Einfach ans Standlicht anklemmen. Fertig.
      Ist hell genug und hat ein interessant etwas kälteres Licht.
      Louis Art. No. 10035590

      Rückstrahler:
      Ist ein Muß für die Sicherheit auch wenn die Hawk 2 Rücklichtbirnchen hat.
      Den Reflektor kann man unter das Nummernschild hängen aber darüber fand ich es besser. Gibt es überall zu kaufen. Selbstklebend beim Louis war mir unsympathisch, daher habe ich einen zum Schrauben genommen.
      Es gibt auch noch ganz schmale längliche Reflektoren die noch hübscher gewesen wären, aber etwas Fläche wollte ich für die Sicherheit schon haben.
      Es gibt leider keine Ebene Fläche in der richtigen Winkellage, also muß man sich einen kleinen Halter basteln. Ich verwende für sowas gerne ein Stück altes Kennzeichen. Kann man mit der Schere schneiden, leicht biegen und bohren und rostet nicht. Ist nachher eh unsichtbar.

      Das Ganze paßt zum schlanken Hintern unserer Hawks.
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      • Kennzeichenbeleuchtung 1.jpg

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    • Zum Scheinwerfer ohne E-Prüfzeichen oder wenn euer Plastik-Scheinwerferglas erblindet oder gebrochen ist.

      Klar kann man ins Zubehörregal greifen, aber es gibt da oft Kompromisse, insbesondere mit der Originalität der Optik am klassischen Bike.

      Man könnte mit etwas Phantasie und Geduld technisch die Streuscheibe tauschen!
      Hierzu kann folgender Hella Scheinwerfer für die Hawk als Streuglasspender dienen:
      HELLA 1A6 002 395-071 Halogen-Scheinwerfereinsatz, Hauptscheinwerfer - 12V - Referenzzahl: 20 - Einbau - gewölbte Streuscheibe - links/rechts . Kostet unter 40€.

      Die Typgenehmigung des Scheinwerfers ist dann allerdings nicht mehr gegeben.
    • zum Abgasgutachten:

      Also ich habe noch bei keinem importierten Fahrzeug ein Abgasgutachten machen lassen müssen.
      In Summe sind es bestimmt 10 selbst importierte, meist klassische, Fahrzeuge aus USA gewesen.
      Natürlich muß aber etwas Korrektes in die Papiere eingetragen werden.

      Die Datensammelei war immer ein Problem, war aber immer lösbar.

      Die bequeme Lösung:
      Ein Datenblatt vom Hersteller oder über einen Dienstleister wie "Abgasdatenbank" anfordern.
      Das kostet bei Harley gerne mal 700€ (als mutwillige Strafe für geizige Importkunden), bei "Abgasdatenbank" mind. 150€, meist 250€.
      Wenn Fahrzeuge oft grau importiert wurden sind alle Daten bei den Dienstleistern auf Abruf vorhanden.
      Das freut den TÜV´ler und er muß für Ingenieurlohn nur abschreiben. Bingo!

      Etwas unbequemer:
      Du sammelst selber was geht und unterstützt den TÜV´ler, der aber selbst recherchieren muß und hoffentlich findet was er braucht.

      MichaelF, du hast ja das Datenblatt direkt von Honda D bekommen und die haben die Abgasdaten nicht mitgeliefert. Kann man auch verstehen, da Honda ja nie selber US Modelle in den deutschen Verkehr gebracht hat. Ein TÜV'ler hätte aber vermutlich das Abgasgutachten von Zweirad Weber auch selber im System finden können. Evtl. wäre "Abgasdatenbank" dazu auch eher in der Lage gewesen. Honda dagegen kennt europäische Abgasmessungen vom Zweirad Weber nicht.

      Da ich mit ähnlichen Startbedingungen angetreten bin wie du und das Abgasgutachten nicht separat besorgen mußte, nehme ich an das mein TÜV'ler was passendes gefunden hat. Im Grunde muß er doch nur nach anderen HAwks in D suchen und dann entscheiden ob er die dort eingetragenen Daten übernimmt oder nicht. Manche Daten sind wirklich nicht leicht zu finden, oder verwirrend. Wie in meinem Falle die x verschiedenen KW Leistungszahlen der verschiedenen Hawk-Importeure für ein und das selbe Modell. Wenn das Modell aber 100x importiert wurde und die Daten immer gleich sind, dann reicht es doch sie einfach zu übernehmen!

      Ermessensspielraum!


      Nach meiner Erfahrung sind die Dienstleister wie "Abgasdatenbank" mit den diversen TÜV´s sehr eng vernetzt und arbeiten geradezu im Schulterschluß zusammen.
      Es gibt ein paar Ober-Guru´s für Importe z.B. beim TÜV-Süd, die sehr kompetent und auch willig sind und solche Daten auch selber zusammensuchen können. Diese verweisen aber auch gerne an diese Dienstleister, oder umgekehrt.
      In jedem Fall mußt du den zeitlichen Suchaufwand zahlen.

      Wenn dein Prüfingenieur nicht suchen will oder nicht findet, schickt er dich im Kreis rum oder fordert ein Gutachten ein. Ich kenne die Suchroutinen nicht die die haben, aber man stelle sich den Datenwust vor und den Bock den er hat wenn draußen 5 Kunden in Reihe warten. Sowas kann er nur außerhalb der Öffnungszeiten oder auf einer eher ruhigen Dienststelle machen.

      Im Wesentlichen ist es Engagement und guter Wille meiner Meinung nach. Daher ist es eminent wichtig einen TÜV´ler mit Herzblut für die Sache zu finden, der einen funktionierenden Menschenverstand mitbringt und es sich zeitlich leisten kann sich zu engagieren. Der soll nichts illegales machen aber seinen Ermessensspielraum sinnvoll nutzen.

      Je weiter man raus aufs Land geht, desto mehr Zeit und Menschenverstand ist übrig geblieben. Oft mangelt es dann aber an Importerfahrung.

      Wir Deutschen neigen beim Vorliegen von Regeln dazu das Gehirn abzuschalten und uns einfach nur sklavisch hinter den Regeln zu versstecken. Hurra eine neue Regel.

      Mit Hartnäckigkeit ließ es sich noch immer lösen. Richtig eklig wird es wenn man der Erste ist der so ein Fahrzeug je nach D gebracht hat. Der Erste zahlt die Datenerfassung!

      Auch interessant: Ein Kollege hat seinen 2018er Tiguan aus USA mitgebracht. Da hat ein Importdienstleister die Datenerfassung und Messungen zur Zulassung selbst gemacht, gegen geringe Kostenbeteiligung. Er hat also das Kundenfahrzeug genutzt in der Hoffnung das er die Daten anschließend vielfach wieder verkaufen kann.

      Meine 2015er US Triumph Tiger Explorer entspricht 1:1 dem deutschen Modell. Die war echt grenzwertig von der Datenlage da noch nie ein Depp außer mir so ein relativ neues Allerweltsbike über den Teich geschleppt hat. Hab sie halt ohne finanz. Motivation als Umzugsgut mitgenommen.

      Erste TÜV Aussage: in D nicht zulassungsfähig! Auch die hat irgendwann geklappt, aber mach ich nie wieder!


      So jetzt ist der Post aber endgültig vom Thema abgekommen. Sorry!


      Das mit der 25KW Drossel von Alphatechnik ist auch auf einem guten Weg.

      Hurra!
    • Klar darfst du fragen: Mein Sohn ist 21 und hat die Hawk auf meinen Rat in USA gekauft und auch dort seit seinem 16ten Lebensjahr gefahren. :luke: :luke2:
      So eine Art Gemeinschaftsprojekt. Ich darf ab und an mal fahren.
      Er ist jetzt übergesiedelt nach Deutschland und hat sie mitgebracht. Finanziell gelohnt hat sich das nicht, aber sie hat 16tmls und wir wissen vom Zustand was wir haben.
      In D hilft leider kein Jammern und Zetern: Stufenführerschein!!!! :tischk:




      Regelung in USA:
      Man muß den Autoführerschein ohne "begleitetes Fahren" schon haben. (also ab 16 Jahre; ab 15,4 darf man begleitet Autofahren)
      Dann eine theoretische Prüfung machen (ohne weitere Ausbildung). Multiple Choice! Man darf 3x versuchen pro Tag. Am nächsten Tag dann wieder 3x.
      Dafür zu lernen lohnt eigentlich nicht, denn es gibt viele Fragen und Antworten die aus meiner Sicht auch einfach falsch sind, insbesondere für Europa.
      Hat man die Theorie bestanden, darf man sofort "begleitet" ?( aufs 200PS Motorrad in den öffentlichen Verkehr. Begleitet= Einer fährt vorneweg oder hinterher. :torque: :torque:
      Wenn man im öffentlichen Verkehr geübt hat =O , muß man ein Fahrsicherheitstraining (Hütchen umkurven) von 1/2 Tag machen und dann hat man mit 16 einen nolimits Motorradführerschein.

      Ich sage nicht das das gut und sicher ist, aber Deutschland übertreibt dann wieder in die andere Richtung.

      Leider läßt sich der USA Motorradführerschein, zumindest aus Michigan, nicht auf D übertragen. Theorie muß man in D bestehen und dann 1-2 Stunden zur Prüfungsvorbereitung. Sehe ich schon alles ein,
      aber das rumgeeiere mit dem Stufenführerschein........ In D gibts kein Maß und Ziel mehr, nur noch Bürokraten. Juhu eine neue Regel!


      TÜV in Michigan gibts nicht. Wenn einen die Polizei anhält dann muß man Blinker, Spiegel, Bremsen und Reifenprofil haben. OK, gar kein Auspuff, nur Krümmer und Abgasrauch mögen sie auch nicht.
      Zum lauten Auspuff sagt selbst der Leiter des "Fahrsicherheitstrainings": "Der Auspuff sollte möglichst laut sein, damit man im 3spurigen Verkehr auch wahrgenommen wird." :speed:
      Recht hat er!

      Weiterer Rat: "Wenn 45mph und alle fahren 60mph, solltest du 65 fahren, damit du nicht von hinten umgefahren wirst".
      Der ist damit immerhin schon 65 Jahre alt geworden.


      Braucht jemand ne Delkevic Carbon Auspuffanlage? Man wird definitiv im Verkehr wahrgenommen. :D
      Images
      • Delkevic.jpg

        88.06 kB, 1,238×918, viewed 42 times
    • wolnic1 wrote:

      aber das rumgeeiere mit dem Stufenführerschein.
      Nunja, jede Regel hat ihren Grenzbereich wo sie unsinnig wird, aber so prinzipiell find ichs nicht verkehrt wenn ein Anfänger erstmal mit 34 respektive 50 PS Erfahrungen sammeln muss... gibts übrigens schon seit 30 Jahren... von wegen "Juchhu neue Regel".

      wolnic1 wrote:

      "Der Auspuff sollte möglichst laut sein, damit man im 3spurigen Verkehr auch wahrgenommen wird."
      Recht hat er!
      Super-Idee... und damit jeder wahrgenommen wird beginnen wir jetzt einen Wettbewerb, denn selbst 150db genügen nimmer wenn der "Wettbewerber" es auf 160db bringt. Vor geschlossenen Ortschaften oder Naherholungsgebieten schraubt man dann einen Schalldämpfer dran oder muss der Rest der Welt eben mit den "Sicherheitsbeiträgen" leben?

      wolnic1 wrote:

      : "Wenn 45mph und alle fahren 60mph, solltest du 65 fahren, damit du nicht von hinten umgefahren wirst".
      S.o., Super-Idee son Wettbewerb, vor allem in Anbetracht der Tatsache dass aktuelle Fahrzeuge locker die 200km/h-Marke überschreiten.

      wolnic1 wrote:

      Der ist damit immerhin schon 65 Jahre alt geworden.
      Vielleicht nimmst du auch zur Kenntniss dass die Zahl der Verkehrstoten pro Kopf in USA etwa 3x so hoch ist wie im unvergleichlich dichter besiedelten Deutschland wo auch noch wesentlich schneller gefahren wird.
      Ganz so falsch scheinen wirs hier nicht zu machen.....
      Nur die völlig unmaßgebliche Meinung eines alternden Eklektikers....
      "Wadenbeissen" sagt etwas über die tatsächlichen oder gefühlten Größenverhältnisse der Beteiligten aus.. to whom it may concern
    • Ich finde es schon bemerkenswert, dass Fahranfänger gleich mit 48 PS losdüsen dürfen...

      Als ich Mitte der 70er anfing, gab es noch keinen Stufenführerschein - da wurde das über die Höhe der Versicherungsbeiträge geregelt: Über 250ccm waren die Beiträge dermaßen hoch, dass kaum ein (junger) Fahranfänger es sich leisten konnte, gleich auf ein hubraumstärkeres Motorrad zu steigen. Somit war z.B. eine CB500 Four mit ihren 48 PS alles andere als ein Anfängermotorrad. Sowas kaufte man sich, wenn man sich mit ner gebrauchten 250er die Hörner abgestoßen hatte, ein paar Prozent niedriger eingestuft wurde und nach der Lehre "richtig" verdiente...

      Fand ich gar nicht schlecht...