Unbedenklichkeitsbescheingungen der Reifenhersteller reichen bei der HU nicht mehr aus?

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    • Unbedenklichkeitsbescheingungen der Reifenhersteller reichen bei der HU nicht mehr aus?

      Moin Moin,

      aus gegebenem Anlass mal die Frage in die Runde:
      Wer hat keine orignalen Reifengrößen laut Kfz-Schein in 110/80 & 150/70 auf den originalen Felgen und war damit seit Mai 2018 beim TÜV / DEKRA oder KÜS??
      z.B. die die vielfach genutzte Größen 110/17 und 160/60!
      Gab es Probleme oder seid ihr so damit durch gekommen?

      Hintergrund meiner Frage ist, daß ich jetzt diesen Monat zur HU müßte.
      Nun fragte mich aus meinem Bekanntenkreis ein anderer Hawk-Fahrer, nach einer Reifenempfehlung und so gab ich ihm den Tip, Conti SA3 oder RA3,
      weil ich selbe rmit meinem SA2 sehr zufrienden war.
      Kurze Zeit später kam er mit der Info zurück, daß seit MAI 2018 ein neues Gesetz in Kraft sei,
      wonach alle Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Reifenhersteller mehr oder weniger ungültig sein,
      wenn man diese nicht eingetragen hat!? Bedeutet, der auf der Felge montiert Reifen sollte im Schein eingetragen sein.
      Nur das Mitführen der Hersteller-Freigabe reiche NICHT mehr aus.
      Nach Rückfrage beim KÜS hier vor Ort wurde mir bestätigt, daß ich mit der Conti-Freigabe für meine Reifen SA2
      in den Größen 110/70 und 160/60 nicht mehr durch die HU kommen würde und sogar ein schwerer Mangel vorliegen würden.

      Heute dann beim Mopped-Spezialisten des TÜV für SH in Kiel angerufen under der sagte mir klipp klar,
      wenn ich so einen /diesen Reifen fahren will, der in der Größe vom Orignal abweicht, dann nur per Einzelabnahme inkl. Fahrtest möglich (ca. 400-500€)
      bei zwei Hawks eine Menge Geld .

      Auf meinen Hinweis, daß ich damit in den letzten 14 Jahren nie Problem beim TÜV / DEKRA / Küs hatte, konnte er leider nichts sagen.
      Er meine nur, wenn ich eine Reifenfreigabe fände, die auch im speziellen für die Hawk (da ja Grau-Import Ziffer 2.2 00000000) mit EBE gelten würde,
      könne er diesen Eintrag mit € 70 durchwinken.

      Habt ihr dazu andere Informationen?

      Wenn nicht, welchen Reifen kann man den aktuell dann überhaupt noch kaufen, der "ohne Probleme" durch diese Prüfung kommt?

      Oder habe ich hier etwa alles nur falsch verstanden.....ich blicke da leider echt nicht mehr durch.

      Viel Grüße und gerade etwas sehr frustriert
      Andre
    • Solche Geschichten häufen sich gerade.
      Der TÜV hat in seiner unendlichen Weisheit die bisherigen Regelung für "seiner Rechtsauffassung nach" ungültig erklärt. Ein Schwein wer Arges dabei denkt....
      Lösung wäre, eine generelle Freigabe ohne Bindung in den Wunschgrößen, für den 160er hinten sollte das kein Problem sein, der 110er vorne braucht aber eigentlich eine 3"-Felge.
      Vielleicht hat ja hier jemand eine entsprechende Eintragung im Brief?

      Ich könnte das hier vor Ort vermutlich regeln, aber das wird dir bei der Entfernung vermutlich nichts nutzen.

      Edit: Felix @Felice hat vielleicht auch noch ne Idee.
      Nur die völlig unmaßgebliche Meinung eines alternden Eklektikers....
      "Wadenbeissen" sagt etwas über die tatsächlichen oder gefühlten Größenverhältnisse der Beteiligten aus.. to whom it may concern
    • Moin Moin,

      kleines Update:
      Ich konnte gestern abend auf einer Abendveranstaltung zum 40 Jährigen Firmen-Jubiläum meines BMW / KTM / Indian Händlers mit
      den dort anwesenden Vertretern des TÜV Nord und von Bridgsetone sprechen.
      Felix wird seine Ex-Kollegen Claus K. ja noch kennen, da hier noch reger Kontakt besteht. :=)

      Also, seitens der Reifen Hersteller herrscht ein riesen Unmut über diese aktuelle Vorgehensweise, da ein schlauer Mensch in den TÜV-Management-Ebenen eine zusaätzliche Einnahmequelle erkannt und umgesetzt hat. Der damalige Verkehrsminister (2007/08) hatte seiner Zeit das ausstellen der Reifenfreigaben durch die Reifenhersteller genehmigt und somit keinerlei Notwendigkeit einer zusätzlichen Eintragung vorausgesetzt, Dieser Erlass ist bis heute NICHT widerrufen. Inwieweit nun die Arbeitsanweiseung des Technischen Dienstes dagegen "verstößt",
      wird gerade von der Kautschukverabeitenden Industrie Deutschlands geprüft und man versucht nun zeitnah eine Lösung hierfür zu finden , in dem man den Minister kontaktiert.
      Ein Großteils des Reifenumsatzes wird nicht durch die vielen neuen oder recht jungen Bikes gemacht, sondern durch den recht großen Altbestand an auch älteren Bikes!

      Fakt seitens des TÜV ist, daß die HAWK RC31 kein offizielles von Honda Deutschland eingeführtes Motorrad ist und demnach über keine ABE / EG-Betriebserlaubnis verfügt.
      Unter Ziffer 2.2 im Kfz Schein stehen ja auch nur Nullen und demanch haben alle RC31 wohl nur eine EBE (Einzelbetriebserlaubnis).
      Bedeutet z.B. für meine rote Hawk, da die bei mit im Schein stehenden Reifen nicht mehr erhältlich sind, müßte jeder neue Reifen ebenfalls eingetragen werder. Und hier liegt es nun anscheinend wieder im Ermessenspielraum des Prüfers, ob es es nur auf BAsis der Reifenfreigabe / Unbedinklichkeitsbescheinigung des Herstellers macht und diese als Arbeitsgrundlage nimmt. oder ob er selber noch eine Fahrtest damit durchführt. Vorausgestezt, die originale Reifengröeße ändert sich NICHT!
      Der BT 45 z.B müßte eingetragen werden. Kosten könnten ca. 70€ sein ??
      Wenn ich nun aber einen aktuellen Conti SA2 oder 3 oder RA3/2 in 110/70 & 160/60 fahren will, dann nur über Einzelabnahme inkl. Fahrtest bis zur Höchstgeschwindigkeit.
      Kostenspanne von 400- 600€ !
      Und der Eintrag gilt nicht für diese Größe! sondern nur für genau diesen Reifen!!! Alos wenn der in ein paar Jahren dann auch weg sein sollte, dann gehjt das Spiel wieder von Vorne los :=(
      Ich habe die Kontaktdaten des TÜV-Prüfers für solche Fahrversuche mit Bikes bekommen. Der wohnt nur ein paar Orte wweiter und denn werde ich dann mal versuchen zu kontaktieren und mal abklopfen, was nun machbar sein kann.

      Bei einem Marktwert der Hawk von ca. 1700-2.500€ je nach Zustand etc. ist das schon eine wirtschaftliche Entscheidung für viele, ob man soviel Geld für eine einzige Freigabe investieren kann oder will??

      Ist diese Vorgehensweise des TÜV Nord nur auf "sein Gebiet" beschränkt, oder ist es auch im Bereich vom TÜV Süd so?? da habe ich unterscheidliche Aussage zu bekommen.

      Was gibt es denn nun überhaupt noch an aktuellen Reifenfreigaben in der original Reifengröße? Ausser BT 45 fällt mirt gerade nichts ein und selbst an dieser Freigabe ist ein dickes Fragezeichen.

      @all: wenn jemand hier bereits Eintragungen hat, wäre es vllt hilfreich, diese in Form eines PDF hier mit einzustellen, wenn das ginge und derjenige das auch machen würde?

      @Tino: gerne komme ich auf dein Angebot zurück: Wenn Du es mir zuschicken könntest, wäre das klasse :)
    • Der André hat das schon sehr gut beschrieben.
      Für eine Eintragung bezahlt man im Moment so um die 40,- Euro.
      Geht man mal so von etwa 20.000 möglichen Einnahmequellen pro Jahr für den TÜV aus, kann man sich vorstellen, warum der TÜV diese Regelung über seine Influencer beim Bundesverkehrsministerium anstrebt. Und dabei geht es nur um Motorräder, rechnet mal die nette PKW Tuningszene dazu...

      Es geht ja nicht nur um die alten Mühlen, sehr gerne genommen sind auch Fahrzeuge die ab Werk blöde Reifengrößen verbaut hatten (120/60ZR17 z.B. auf den vielen SV650 und CBR600) oder Leute die bei den Supersportlern lieber 190/55 anstatt 190/50ZR17 fahren wollen. Die Zahl 20.000 pro Jahr ist also tiefgestapelt.

      So wird es wohl dank dem liebgewonnenen Lobbyismus in Deutschland darauf hinauslaufen, dass andere Reifengrößen und Paarungen, als die die im Schein eingtragen sind, eingetragen werden müssen.
      Damit erschließt sich für den TÜV nämlich eine zweite Einnahmequelle: Die Reifenhersteller müssen schließlich für jedes Gutachen so etwa 1.200,- Euro berappen!

      Soviel ich mitbekommen habe, ist aber die größengleiche Verwendung von Reifen nach wie vor eintragungsfrei. Das würde bedeuten, jeder von uns kann Reifen wie den BT45 oder was noch alles in den Reifengrößen die wir im Brief haben, verbauen, ohne sie eintragen zu müssen.

      Beste Grüße von der Reifenfront
    • Och...wo unsere Vertreter sind ist schon klar, man kann sie nur an den Füßen so schlecht identifizieren.
      Und mehr von ihnen guggt halt dummerweise nicht mehr aus den Ärs..n der Konzerne heraus....
      Nur die völlig unmaßgebliche Meinung eines alternden Eklektikers....
      "Wadenbeissen" sagt etwas über die tatsächlichen oder gefühlten Größenverhältnisse der Beteiligten aus.. to whom it may concern